Historisches

Unter dem Namen "Interessengemeinschaft (IG) Velo" wurde im Jahre 1975 in Basel die erste Pro-Velo-Organisation gegründet. Rasch kamen weitere Organisationen hinzu, so in Bern, Graubünden und Genf. Heute ist der Verband auf 40 Regionalverbände mit über 34'000 Mitgliedern angewachsen.
Die nationale Dachorganisation "IG Velo Schweiz" wurde 1985, zehn Jahre nach dem ersten Regionalverband gegründet. Im Jahre 2010 feierte Pro Velo Schweiz das 25-jährige Bestehen.

Der Name "Pro Velo"

Pro Velo war bis ins Jahr 2007 unter verschiedenen Namen aktiv. In der Deutschweiz vorwiegend unter "IG Velo", in der Westschweiz beispielsweise unter "ASPIC", "Cyclic" und "Groupe Vélo". Seit 2008 tragen alle Regionalverbände und die nationale Dachorganisation den gut verständlichen Namen "Pro Velo". Der Name ist Programm: Pro Velo vertritt nicht mehr nur die Interessen der Velofahrenden, sondern setzt sich auch für die Förderung des Veloverkehrs ein.

Meilensteine in der Vereinsgeschichte

1975: Gründung der "IG Velo beider Basel" als regionale Dachorganisation.

1985: Gründung der "IG Velo Schweiz" als nationale Dachorganisation.

1989: Mit Inkrafttreten von Artikel 18 Abs. 5 der Signalisationsverordnung dürfen Einbahnstrassen für den Velogegenverkehr geöffnet werden.

1990: Pro Velo Schweiz ergreift zusammen mit anderen Organisationen das Referendum gegen die Erhöhung der Lastwagenbreite. Die Abstimmung geht knapp verloren.

1993: Das velojournal, das deutschsprachige Mitgliedermagazin von Pro Velo, erscheint zum ersten Mal. Im Jahre 2007 erscheint erstmals PRO VELO info, die Mitgliederzeitschrift für die Westschweiz.

1996: In Aarau wird die erste Velostation der Schweiz eröffnet.

1997: Pro Velo Schweiz richtet die Koordinationsstelle Velostationen ein.

1998: Bundesrat Adolf Ogi eröffnet das Veloland Schweiz, 3'300 km einheitlich signalisierte Routen durch alle Landesteile. Zehn Jahre später wird das Veloland zu "SchweizMobil" erweitert. Damit kommen zum Veloland weitere 4'500 km signalisierte regionale Radwanderrouten hinzu.

1999: Pro Velo Schweiz organisiert gemeinsam mit dem Nutzfahrzeugverband ASTAG die Tagung "Lastwagen und Velo gemeinsam in Verkehr ". Sie bildet den Anfang des "Netzwerks Lastwagen-Velo".

2000: Der Bund schafft im Bundesamt für Strassen den Bereich Langsamverkehr

1999: Pro Velo Schweiz erhält einen Sitz in der Verwaltungskommission des Schweizerischen Fonds für Verkehrssicherheit, verliert diesen im Jahre 2006 aber wieder.

2004: Pro Velo übergibt der SBB eine von fast 30'000 Personen unterzeichnete Petition mit der Forderung, den Veloselbstverlad zu verbessern.

2005: Pro Velo Schweiz organisiert die Fachtagung "Veloparkierung" und fordert die Schaffung von 100'000 Veloabstellplätzen.

2006: Erstmals führt Pro Velo Schweiz die Aktion "bike to work" durch. An der Pilotaktion nehmen 1'600 MitarbeiterInnen von Migros-Betrieben teil.

2006: Das Parlament schafft einen Infrastrukturfonds, aus dem explizit auch Bauvorhaben des Langsamverkehrs mitfinanziert werden können, sofern sie in einem Agglomerationsprogramm aufgeführt sind.

2007: Pro Velo Schweiz lanciert die Aktion "bike2school", mit der Jugendliche motiviert werden, den Schulweg mit dem Velo zurückzulegen.

2009 : Die Westschweizer Regionalverbände von Pro Velo Schweiz überreichen gemeinsam mit den Velosportverbänden ihren Kantonen eine von 18'000 Personen unerzeichnete Petition für mehr Veloinfrastrukturen.

Jahresberichte