Medienmitteilung

PRIX Velostädte: Burgdorf bleibt die Schweizer Velostadt Nr. 1

15‘000 Velofahrende haben in einer Online-Umfrage die velofreundlichsten Städte der Schweiz erkoren. Burgdorf holt sich den „PRIX Velostädte“ und gewinnt auch in der Kategorie der Kleinstädte. Die velofreundlichste mittelgrosse Stadt ist Chur, die beste Grossstadt Winterthur. Diese drei Städte lagen bereits vor vier Jahren an der Spitze der Rangliste.

Die Emmentaler Kleinstadt Burgdorf macht es vor: Die Velofahrerinnen und Velofahrer geben ihr die Note 4.8. Diese Bewertung ist zwar noch nicht ganz „gut“, liegt jedoch höher als in jeder anderen Stadt der Schweiz. Damit behauptet die Stadt ihren Spitzenplatz in der von Pro Velo Schweiz alle vier Jahre durchgeführten Umfrage.
Auf Platz 2 der Rangliste liegt Chur, das mit der Stadt Winterthur den Platz getauscht hat. Praktisch punktgleich landet Zuchwil als Neuling auf Platz 4. Am Ende der Rangliste liegt Zürich; es hat von Fribourg die rote Laterne übernommen und gilt als die am wenigsten velofreundliche Stadt der Schweiz.

In den Grössenklassen liegt bei den Grossstädten mit mehr als 100‘000 EinwohnerInnen Winterthur vor Basel und Bern, bei den mittelgrossen Städten Chur vor Köniz und Biel/Bienne und bei den Kleinstädten Burgdorf vor Zuchwil und Solothurn.

Die Städte sind auf dem richtigen Weg
Pro Velo-Vorstandsmitglied und Nationalrat Roland Fischer freut es, dass sich mit wenigen Ausnahmen alle bewerteten Städte notenmässig verbessert haben. „Offenbar tragen die Anstrengungen, das Velofahren in der Schweiz sicherer und attraktiver zu machen, Früchte.“ Dass jedoch auch die Bestnote von Burgdorf noch unter einer Fünf liegt, muss alle anspornen, die Rahmenbedingungen für das Velo weiter zu verbessern. Roland Fischer: „Dies ist nur möglich, wenn das Velo vermehrt als gesundes und umweltfreundliches Verkehrsmittel wahrgenommen wird.“

Die Velofahrenden entscheiden
Basis für die Rangliste bildet die Beurteilung von rund 15‘000 Velofahrenden, welche im Herbst 2013 an der Online-Umfrage teilnahmen. In die Rangliste wurden jene 28 Städte und Gemeinden aufgenommen, die mindestens 130 Bewertungen erhielten.

In der Umfrage wurden 34 Fragen zu den Themen „Wegnetz“, „Verkehrsklima“, „Sicherheit“, „Komfort“, „Abstellanlagen“ und „Stellenwert des Velos“ gestellt. Das Wegnetz erhielt über alle Städte gesehen die höchste Bewertung, die Abstellanlagen und der Stellenwert die niedrigste. Die Velofahrenden schätzen in erster Linie, dass sie das Zentrum direkt und schnell erreichen können; das Nebeneinander mit dem Fussverkehr wird als problemlos empfunden. Hingegen werden vielerorts die fehlenden Abstellmöglichkeiten bemängelt; viele Velofahrende beklagen sich über Diebstahl und Vandalismus. Was die Schneeräumung angeht, fühlen sich die Velofahrenden von den Behörden nicht ernst genommen. Dasselbe gilt für gefährliche Baustellen und velofeindliche Ampelsteuerungen.

Die 14 mit "genügend" oder „gut“ bewerteten Städte liegen - abgesehen von Biel-Bienne – alle in der Deutschschweiz, verteilt auf acht Kantone, davon fünf Städte allein im Kanton Bern.

Telefon-Befragung bestätigt die Ergebnisse

Parallel zur Online-Umfrage wurde das Büro gfs.bern beauftragt, in den Städten Basel, Bern, Lausanne, Luzern und Zürich eine Telefon-Befragung mit je 500 repräsentativ ausgewählten Personen durchzuführen. Die Resultate dieser Befragung sind zwar nicht direkt mit der grossen Umfrage vergleichbar, weil auch viele Nicht-VelofahrerInnen angerufen wurden. Dafür konnten die Gründe für das Nicht-Velofahren erhoben werden: Der gute öffentliche Verkehr bildet das wichtigste Argument, um auf das Velo zu verzichten, gefolgt von der Scheu vor Regen und Kälte. 10 bis 18% geben an, nicht Velofahren zu können.

Der PRIX Velostädte wird unterstützt vom Bundesamt für Strassen (ASTRA). Sponsoren der Wettbewerbspreise (für das Preisausschreiben für die Teilnehmenden) sind Stromer und Veloplus.

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