Medienmitteilung

1 SMS = CHF 324‘900

Pro Velo Schweiz erinnert mit einer Kampagne daran, dass Unaufmerksamkeit am Steuer oder an der Lenkstange teuer werden kann. Ein selbstverschuldeter Unfall mit verletzten Personen kann Kostenfolgen in sechsstelliger Höhe nach sich ziehen. Die Kampagne will vor allem junge Erwachsene für eine korrekte und konzentrierte Fahrweise sensibilisieren.

Unaufmerksamkeit und Ablenkung führen im Strassenverkehr oft zu Unfällen. Jährlich werden bei Strassenverkehrsunfällen 2'500 Velofahrende leicht, 900 schwer und 40 tödlich verletzt. Vortrittsmissachtung ist innerorts die häufigste Ursache für schwere Unfälle und wird zu je zwei gleichen Teilen durch Velofahrende und Lenker von Personenwagen verursacht.

Wer eine SMS schreibt oder das Mobile am Ohr hat, das Navigationsgerät bedient und versucht, gleichzeitig auch noch das Auto zu lenken, kann unmöglich seine volle Konzentration dem Strassenverkehr widmen.

Hier setzt die aktuelle Kampagne von Pro Velo Schweiz an. An 900 Orten liegen «cards for free» auf, zudem wirbt die Website www.mobile-crash.ch mit einem Wettbewerb für das Anliegen. Aktivisten von Pro Velo verteilen die Karte auf der Strasse.

Die genannten Kosten von CHF 324'900 sind zwar fiktiv, aber reell kalkuliert. Sie können bei einem Lenker anfallen, wenn er einen Unfall beispielsweise durch Nichtbeachten des Vortritts wegen Ablenkung verursacht. Wegen eines kurzen SMS können hohe Kostenfolgen entstehen. Auch Velofahrende sind angesprochen und aufgerufen, korrekt und vorausschauend zu fahren. Denn Velofahrende und PW-Lenker missachten etwa gleich häufig den Vortritt.

Die Kampagne wird unterstützt vom Fonds für Verkehrssicherheit.

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