PRIX VELO Infrastruktur

Ausschreibung 2020

Pro Velo Schweiz sucht zum sechsten Mal Projekte, Massnahmen oder Planungsinstrumente mit Modellcharakter, welche das Velofahren attraktiv machen. Im Rahmen des «PRIX VELO Infrastruktur» sammelt, bewertet und honoriert Pro Velo Schweiz wegweisende Velo-Infrastrukturen und macht diese einem (Fach-)Publikum zugänglich, damit gute Beispiele „Schule machen“. Inhalt der Eingaben können attraktive und sichere Veloverbindungen oder besonders benutzerfreundliche öffentliche Abstellanlagen sein, durchdachte Signalisationen, innovative Mobilitätskonzepte und Planungsinstrumente, aber auch velofreundliche Tourismusangebote.

Das Siegerprojekt wird mit einer Preissumme von CHF 10'000.-, weitere Wettbewerbseingaben mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet. Die Preisträger werden im Rahmen eines Anlasses prämiert und national kommuniziert.

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Teilnahmeformular (pdf)

Teilnahme

Teilnehmen können Kantone, Agglomerationen und Gemeinden, Planungs- und Ingenieurbüros, Unternehmen aus dem Transport- und Tourismusbereich, aber auch andere öffentliche und private Träger, die zur Attraktivität des Velofahrens beitragen.

Teilnahmevoraussetzungen

  • Das Projekt kommt einer breiten Schweizer Öffentlichkeit zugut.
  • Eine Massnahme oder ein Massnahmenbündel muss im Wesentlichen aus Infrastrukturkomponenten bestehen und mindestens zur Hälfte umgesetzt sein.
  • Ein Planungsinstrument muss von den Behörden als verbindlich erklärt sein.
  • Die Realisierung darf nicht länger als 5 Jahre zurückliegen.  

Wettbewerbsbereiche

Ausgezeichnet werden Verkehrsprojekte mit Infrastrukturkomponenten für das Velo, die einen der folgenden Bereiche abdecken:

Planungsinstrumente und Massnahmenbündel:
z.B. Richt- und Netzplanungen, Konzepte, Leitbilder, Massnahmenprogramme

Bauliche, technische oder organisatorische Massnahmen für den rollenden, ruhenden oder kombinierten Verkehr:
Anlagen und Anlagenetze für den fahrenden Verkehr, Bauten und Anlagen für den ruhenden Verkehr, Markierungen, Signalisationen und Wegweisungen, Mittel zur Erleichterung der kombinierten Wege.

Bewertungskriterien

Die Jury bewertet die Eingaben nach qualitativen Gesichtspunkten auf der Basis der folgenden Kriterien:

  • Erfolgreiche Umsetzung
  • Funktionalität (attraktiv, direkt, zusammenhängend, zugänglich), Komfort, Gestaltungsqualität, Akzeptanz
  • Sicherheit
  • Modellcharakter: Übertragbarkeit auf andere Situationen
  • Innovationsgrad: visionär, ideenreich, unkonventionell
  • Vorgehensweise: Engagement der Beteiligten (Einbezug der Velofahrenden, Hartnäckigkeit, Mut)
  • Effizienz der eingesetzten Mittel: Verhältnis zwischen Aufwand und Mehrwert für die Velofahrenden
  • Begleitkommunikation/Öffentlichkeitsarbeit

Wettbewerbseingabe

Die ausgezeichneten Projekte werden dokumentiert. Deshalb sind die Dossiers digital (mit druckfähigem Bildmaterial) einzureichen. Bitte laden Sie das Teilnahmeformular herunter, füllen Sie dieses aus und senden sie es zusammen mit den Beilagen an info(at)prixvelo.ch

Eingabefrist: 31. Januar 2020

Jury

  • Rolin Wavre, Jurypräsident; Vizepräsident Pro Velo Schweiz
  • Claudio Ammann, CEO velopa
  • Virginie Kauffmann, Projektleiterin Büro für Mobilität
  • Kathrin Hager, Präsidentin Velokonferenz Schweiz; Projektleiterin Fachstelle Langsamverkehr Kanton Thurgau
  • Martin Platter, Leiter Schweizer Fachstelle für Velo & E-Bike; Medienverantwortlicher velosuisse
  • Patrick Rérat, Professor Institut für Geographie und Nachhaltigkeit, Universität Lausanne
  • Lukas Stadtherr, Mitglied der Geschäftsleitung SchweizMobil
  • Martin Urwyler, Delegierter Schweiz. Verband der Strassen- und Verkehrsfachleute VSS; Projektleiter Mobilität Stadt Luzern
  • Urs Walter, Spartenleiter Veloverkehr, Bundesamt für Strassen (ASTRA)

Die Jury legt das Bewertungs- und Entscheidungsverfahren fest. Sie gibt keine Begründung für nicht ausgezeichnete Eingaben ab. Der Entscheid der Jury ist endgültig. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Kontakt und Termine

Kontakt: Pro Velo Schweiz, Anita Wenger, 031 310 54 06, anita.wenger(at)pro-velo.ch

Die Preisverleihung findet im Mai 2020 statt. 

 

Partner

Der «PRIX VELO Infrastruktur» wird unterstützt vom Bundesamt für Strassen (ASTRA), velosuisse und Velopa. Medienpartner sind die «Schweizer Gemeinde» und das velojournal

Bisherige Preisgewinner

2016
Stadt Luzern mit Velo-Offensive "Spurwechsel" (Hauptpreis)
Stadt Bern mit Velohauptroute Wankdorf (Anerkennungspreis)
Stadt Bulle mit Velo-Aktionsplan (Anerkennungspreis)
Flims Laax Falera Management AG mit Langsamverkehrskonzept Flims Laax Falera (Anerkennungspreis)
Kanton Tessin mit Veloverbindung "Vallemaggia" (Anerkennungspreis)

2012
Kanton Basel-Stadt mit «Stückisteg» (Hauptpreis)
Tiefbauamt Graubünden mit Radweg Fideris - Dalvazza (Anerkennungspreis)
Stadt Biel mit bikesharing-System «velospot» (Anerkennungspreis)

2010
Regionalplanung Espace Solothurn mit «LangsamverkehrsoffensiveSolothurn - und Region LOS!» (Hauptpreis)Stadt Burgdorf mit Velohochstrasse (Anerkennungspreis)
«velopass» mit Bikesharing-System in der Romandie (Anerkennungspreis)

2007
Stadt Chur mit «Veloparking Bahnhof Chur», (Hauptpreis)
PostAuto Graubünden mit «FlächendeckenderVelotransport» (Anerkennungspreis)
Stiftung Veloland Schweiz - SchweizMobil mit «Veloland Regional», (Spezialpreis)

2005
Stadt Biel mit «Massnahmenplan Velo» (Hauptpreis)
Kanton Zug mit «Radstreckenplanung» (Anerkennungspreis)
Stadt Winterthur mit dem Konzept der langfristigen und umfassenden Velopolitik (Anerkennungspreis)
Stadt Thun mit «kombinierter Veloförderung» (Anerkennungspreis)