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Fazit Forschung & Statistik der BFU: Weniger Velounfälle durch bessere Infrastruktur und Assistenzsysteme

Die BFU (Beratungsstelle für Unfallverhütung) hat in ihrer heutigen Medienmitteilung das Ergebnis aus der Studie "Regelmissachtungen im Veloverkehr" bekanntgegeben. Um die Velosicherheit nachhaltig zu fördern, muss im Sinne der Verhältnisprävention primär bei der Infrastruktur und den Motorfahrzeugen (Assistenzsystemen) angesetzt werden.

Velofahrende begehen Regelverstösse aus verschiedenen Gründen, z.B. aus Bequemlichkeit oder weil sie Zeit sparen wollen, manchmal aber auch, weil sie sich durch den motorisierten Verkehr gefährdet fühlen oder weil sie die Infrastruktur anderweitig als unangenehm oder benachteiligend empfinden. Oft hat das regelwidrige Verhalten keine negativen Konsequenzen (z.B. Sanktionen, Unfälle, soziale Missbilligung), so dass es verstärkt gezeigt wird. Um Regelmissachtungen im Veloverkehr zu reduzieren, sind verschiedene Massnahmen denkbar. Der Gestaltung der Infrastruktur kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Ein sicheres, durchgängiges und attraktives Velowegnetz mit wenigen Umwegen und Wartezeiten dürfte viel dazu beitragen, dass Velofahrerinnen und Velofahrer die vorgesehenen Wege nutzen und sich regelkonform verhalten. Daneben empfehlen sich Aufklärung- und Sensibilisierungsmassnahmen sowie die gezielte polizeiliche Überwachung und Sanktionierung an Orten, an denen es häufig zu kritischen Situationen infolge von Regelmissachtungen kommt. Abschliessend ist festzuhalten, dass die Regeleinhaltung im Veloverkehr einen positiven Beitrag an die Verkehrssicherheit und das Verkehrsklima leistet. Um die Velosicherheit nachhaltig zu fördern, muss aber im Sinne der Verhältnisprävention primär bei der Infrastruktur und den Motorfahrzeugen (Assistenzsystemen) angesetzt werden.

Studie: https://www.bfu.ch/api/publications/bfu_2.396.01_regelmissachtungen%20im%20veloverkehr.pdf

 

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