Medienmitteilung

Bundesrat will keinen Überholabstand von 1.5 Meter: Pro Velo Schweiz hält an der Forderung fest

In einer Antwort auf eine Interpellation von SP-Nationalrat Matthias Aebischer sieht der Bundesrat keinen Handlungsbedarf für eine gesetzliche Regelung des Überholabstands. Pro Velo Schweiz bedauert diese Haltung, würde eine solche gesetzliche Bestimmung doch entscheidend zur Sicherheit der Velofahrenden beitragen.

Jeder 10. Velounfall erfolgt bei einem zu knappen Überholmanöver. Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass eine Gesetzesbestimmung zur Sensibilisierung der Automobilisten beiträgt und die Sicherheit der Velofahrenden erhöht. Es ist bedauerlich, dass der Bundesrat in seiner Antwort auf die Interpellation von Nationalrat Matthias Aebischer keinen Handlungsbedarf erkennt.

Die vom Bundesrat erwähnte Markierung von Radstreifen genügt nicht für die Sensibilisierung. Erstens sind diese noch lange nicht flächendeckend angebracht. Und zweitens zeigt die Erfahrung, dass Überholmanöver trotzdem oft zu knapp erfolgen, weil die Radstreifen zu schmal sind. "Wir können nicht warten, bis überall genügend breite Radstreifen aufgemalt sind; der Bundesrat soll jetzt ein Zeichen setzen", meint der Interpellant und Präsident von Pro Velo Schweiz Matthias Aebischer.

Pro Velo Schweiz hält deshalb an der Forderung eines gesetzlichen Überholabstands von 1.5 Metern fest, wie es die Delegierten in einer Resolution vom letzten November gefordert haben. Der Verband wird auch in Zukunft die Verkehrsteilnehmenden für den Überholabstand sensibilisieren, um die Sicherheit der Velofahrenden in der Schweiz zu erhöhen.

Positionspapier (PDF) 
Faktenblatt Überholabstand (PDF)

Auskunft 
Nationalrat Matthias Aebischer, Präsident Pro Velo Schweiz, 079 607 17 30 
Bettina Maeschli, stv. Geschäftsführerin Pro Velo Schweiz, 076 412 33 35

Medienmitteilung (PDF)

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