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Verkehrsperspektiven 2040 zeigen das Potential des Veloverkehrs

Die Verkehrsperspektiven 2040 des Bundes zeigen: Der Velo- und Fussverkehr wird dazu beitragen, den wachsenden Verkehr zu bewältigen. Dieses Potential kann aber nur ausgeschöpft werden, wenn der Bund das Velofahren aktiv fördert. Deshalb braucht es die Velo-Initiative.  

Das Bundesamt für Raumentwicklung hat in den "Verkehrsperspektiven 2040" die Entwicklung des Personenverkehrs in der Schweiz prognostiziert. Die Berechnungen sagen eine Zunahme der Verkehrsleistung bis 2040 um 25 Prozent voraus, der Fuss- und Veloverkehr wird um 32 Prozent wachsen. Der Anteil des Fuss- und Veloverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen, der sogenannte Modalsplit, läge bei 7 Prozent. Gleichzeitig verschiebt sich das Nutzungsverhalten vom Arbeitsverkehr hin zu Freizeit- und Einkaufsverkehr. Dies vor allem aus demografischen Gründen: Weniger Erwerbstätige, dafür mehr Seniorinnen und Senioren werden 2040 unterwegs sein.  

Das Bundesamt rechnet zudem drei Alternativszenarien durch. Beim nachhaltigsten Szenario, das auf eine kompakte Siedlungsentwicklung und kurze Verkehrswege setzt, legt die Verkehrsleistung des Fuss- und Veloverkehrs mit 42 Prozent am stärksten zu; der Modalsplit kommt auf knapp 8 Prozent zu liegen.  

Veloförderung: Potential ausschöpfen
Pro Velo Schweiz sieht sich bestärkt in ihrer Überzeugung, dass das Velo einen wichtigen Beitrag leisten kann zur Nachhaltigkeit des Verkehrs, ohne dass die Mobilität des Einzelnen Einschränkungen erfährt. Gleichzeitig zeigt der Blick über die Grenze, dass das Potential des Velos viel höher ist, als in den Szenarien gezeichnet: In den Niederlanden und in Dänemark liegt der Anteil des Veloverkehrs bei 35 respektive 28 Prozent. Zudem bietet die Entwicklung weg vom Arbeits- hin zum Freizeitverkehr Chancen: Gerade Seniorinnen und Senioren entdecken das E-Bike zunehmend als Transportmittel ihrer Wahl. Und auch die Kombination von öffentlichem Verkehr und Velo- und Fussverkehr hat noch unausgeschöpftes Potential.  

Gerade angesichts der weiteren Zunahme des Verkehrs braucht es eine Politik, die den Fuss- und Veloverkehr konsequent fördert. Genau das will die Velo-Initiative erreichen: Sie gibt dem Bund die nötigen Kompetenzen zur Förderung des Veloverkehrs. Erst damit kann der Bund einen Massnahmenplan nach niederländischem oder deutschem Muster erarbeiten, der es dem Velo erlaubt, sein Potential als platzsparendes, kostengünstiges, umweltfreundliches und gesundes Verkehrsmittel auszuschöpfen.  

Auskunft Nationalrat Jean-François Steiert, Präsident Pro Velo Schweiz, Tel. 079 204 13 30
Bettina Maeschli, Verantwortliche Kommunikation, Pro Velo Schweiz, Tel. 076 412 33 35    

Medienmitteilung (PDF)