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Prämierung PRIX VELO Infrastruktur 2016

Luzern gewinnt mit Velooffensive „Spurwechsel“

Die Stadt Luzern konnte an der heutigen Preisverleihung des PRIX VELO Infrastruktur den Hauptpreis für die Velooffensive „Spurwechsel“ entgegennehmen. Zum ersten Mal in der Geschichte dieses Wettbewerbs fürwegweisende Velo-Infrastruktur gingen auch Anerkennungspreise in die lateinische Schweiz, nämlich nach Bulle und in den Kanton Tessin. Auch die Stadt Bern und die Tourismusregion Flims Laax Falera wurden ausgezeichnet.


Die Stadt Luzern überzeugte die Jury des PRIX VELO Infrastruktur 2016 mit einer mehrjährigen Kampagne zur Förderung des Veloverkehrs im Sinne einer stadtverträglichen Mobilität und gewinnt damit das Preisgeld von CHF 10‘000. -. «Die Kampagne ‚Spurwechsel‘ besticht durch gute Grundlagenarbeit und strahlt Lebensfreude und Farbigkeit aus. Sie umfasst alle drei Säulen Infrastruktur, Dienstleistungen und Kommunikation», begründete Luzia Meister, Vorstandsmitglied von Pro Velo Schweiz und Juryvorsitzende die Auszeichnung in ihrer Laudatio. Im Bereich Infrastruktur wurden Lücken im Velowegnetz geschlossen, bestehende Veloverbindungen sicherer gemacht und eine neue Velostation eröffnet. Allein damit lässt sich jedoch keine neue Velokultur schaffen. So setzte die Stadt Luzern auch auf Dienstleistungen wie die Installation öffentlicher Velopumpen oder der Ausbau der Leihveloflotte. Grosse Bedeutung wurde zudem der Öffentlichkeitsarbeit beigemessen: Nebst klassischen Werbemitteln setzte die Stadt fahrende Plakate ein, führte Aktionstage durch oder versüsste den Velofahrenden die Fahrt mit «Velo-Schoggitalern». Eine verwaltungsinterne Sensibilisierung für die Anliegen der Velofahrenden rundete die Kommunikation ab.

Vier Anerkennungspreise gehen in alle Sprachregionen
Mit der rekordhohen Zahl von 39 Eingaben, die meisten davon sehr ansprechend und inspirierend, hatte es die Jury nicht leicht. «Die Zahl und Qualität der Eingaben zeugt vom steigenden Engagement und Fachwissen auf breiter Ebene. Deshalb vergaben wir diesmal gleich vier, statt wie bisher 2-3 Anerkennungspreise», erklärte Luzia Meister.

Die Stadt Bulle will dem hohen Verkehrsaufkommen im Zentrum mit einem mehrjährigen Velo-Aktionsplan Einhalt bieten. Dieser setzt geschickt bewährte, elementare Werkzeuge ein und kann gewiss manch anderen Städten als Vorbild dienen. Er umfasst einerseits Infrastrukturmassnahmen wie beispielsweise neue Radwege und -streifen, die Öffnung von Einbahnstrassen oder neue Abstellplätzen. Andererseits auch Informations- und Begleitmassnahmen, welche die Bevölkerung dazu animieren sollen, ihr Mobilitätsverhalten zu überdenken und sich vermehrt auf das Velo zu setzen.

Der Kanton Tessin punktet mit einer aufwändigen Veloverbindung ins Maggiatal. Die mit 40 km beeindruckend lange Route wurde grösstenteils auf einer ehemaligen Eisenbahntrasse angelegt. Sie führt über historische Brücken und verbindet Orte von touristischer Bedeutung. Das beispielhafte Gemeinschaftswerk von Kanton und Gemeinden dient touristischen Zwecken, aber auch dem Alltagsverkehr, namentlich als Schulweg.

Die Stadt Bern
erhält einen Preis für die erste von mehreren Velohauptrouten, die als Basis der bernischen Velo-Offensive in den nächsten Jahren umgesetzt werden. Die «Schnell-Route», welche vom Bahnhof zum Entwicklungsschwerpunkt Wankdorf führt,wird mit Radwegen oder breiten Radstreifen ergänzt und betrieblich aufgewertet, so dass Velofahrende in Spitzenzeiten von einer «Grünen Welle» profitieren können.

Und schliesslich holt die Flims Laax Falera Management AG Anerkennung für ihr touristisches Gesamtkonzept Langsamverkehr. Durch einen bunten Strauss von breit angelegten Massnahmen wurde die Sicherheit und Attraktivität für den Velo- und Fussverkehr in Freizeit und Alltag verbessert und die Koexistenz von Wanderer und Bikern gefördert.

Der PRIX VELO Infrastruktur wird unterstützt vom Bundesamt für Strassen (ASTRA) undvelosuisse. Kommunikationspartner sind die Zeitschrift «Schweizer Gemeinde» und der Schweizerische Städteverband.

Weiterführende Informationen wie Bilder und ausführliche Dokumentation der Siegerprojekte: www.prixvelo.ch.

Auskunft:
Bettina Maeschli, Verantwortliche Kommunikation Pro Velo Schweiz, Tel: 076 412 33 35
Luzia Meister, Vorsitzende Jury PRIX VELO Infrastruktur und Vizepräsidentin Pro VeloSchweiz, Tel: 079 129 21 94

Download Medienmitteilung (PDF)