Medienmitteilung

Forderung zum Weltvelotag: Ein sicheres Verkehrsnetz für Kinder und Jugendliche

Pro Velo will die Anzahl an Velofahrenden in der Schweiz bis im Jahre 2030 verdoppeln. Um dieses Ziel zu erreichen, sind Projekte und Kampagnen in zwei Hauptbereichen notwendig: Die Verbesserung der Bedingungen zum Velofahren und die Förderung der Velonutzung bei Kindern und Jugendlichen.

Im Jahre 2018 ernannte die UNO den 3. Juni zum Weltvelotag – den „World Bicycle Day“. Pro Velo Schweiz unterstützt Aktionen und Feiern, welche anlässlich des Weltvelotages stattfinden. Ein Anlass, der die Freude am Velofahren bei Kinder und Jugendliche ins Zentrum stellt, wird von der Union Cycliste Internationale (UCI) organisiert. Sie lädt zu einer interaktiven Feier am Montag, den 3. Juni, im UCI World Cycling Centre (WCC) in Aigle ein. Zwischen 14.00 und 16.00 Uhr begrüssen sie über 300 Schulkinder. Pro Velo ist vor Ort und organisert zwischen 15.30 und 16.00 Uhr ein Bikepolo mit den Kindern. Es findet eine Reihe von spannenden Radsport-Aktivitäten statt und die Kinder werden auch die Möglichkeit haben, die Fähigkeiten und die Geschwindigkeit von talentierten Bahn- und BMX-Athleten und -Athletinnen aus der ganzen Welt zu erleben, die in Aigle trainieren. Zwischen 16.00 und 18.00 Uhr ist die gesamte Öffentlichkeit eingeladen, die Radsport-Aktivitäten zu erleben. „Der Anlass der UCI zum Weltfahrradtag ist eine tolle Initiative und ein wichtiger Anlass, um eines der Anliegen von Pro Velo Schweiz voranzutreiben, nämlich Kinder und Jugendliche für das Velofahren zu begeistern“, so Yvonne Müller, Leiterin der Aktion bike2school von Pro Velo Schweiz.

 

Rekordbeteiligung bei bike2school

Pro Velo Schweiz fördert das Velofahren bei Schulklassen bereits seit 12 Jahren. 233 Klassen haben sich für die Frühjahrsaktion von bike2school angemeldet, was einer Zunahme von 50% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Yvonne Müller sieht dies als gutes Zeichen für eine Trendwende bei der Velonutzung durch Kinder und Jugendliche. Diese ist in den letzten Jahrezehnten laufend zurückgegangen und hat sich zwischen 1994 und 2010 schweizweit nahezu halbiert. Als Gründe dafür nennt Yvonne Müller das gute öV-Angebot, die mangelnde Infrastruktur für Velos auf dem Schulweg, einschränkende Regelungen an Schulen sowie die Einflüsse des Elternhauses.

 

Verbesserung der Veloinfrastruktur

Damit die Anzahl an velofahrenden Kindern und Jugendlichen wieder erkennbar steigt, braucht es neben Veloförderprogrammen wie bike2school auch eine verbesserte Infrastruktur. Die Velo-Infrastruktur ist ein zentrales Element für die Sicherheit, den Komfort und die Entwicklung des Veloverkehrs. Dabei muss sie sowohl erfahrenen BenutzerInnen dienen, als auch Verkehrsanfängern. Pro Velo setzt sich im Rahmen verschiedener Projekte dafür ein, dass Beispiele guter Infrastrukturen bekannt und verbreitet werden.
„Velo-Infrastruktur ist viel mehr als Radstreifen und Radwege. Das Angebot an Velo-Abstellanlagen und ein engmaschiges Netz an attraktiven und sicheren Veloverbindungen in Quartieren sind ebenso wichtig. Dieses Ziel ist erreicht, wenn 10-Jährige gefahrlos in der Stadt Velofahren können“, sagt Nationalrat Matthias Aebischer von Pro Velo Schweiz.

 

Auskunft

Nationalrat Matthias Aebischer, Präsident von Pro Velo Schweiz, 079 607 17 30

Yvonne Müller, Projektleiterin Pro Velo Schweiz, 031 318 54 14

Mehr Aktuelles: