Diebstahl

Bild: radhaus-steinmeyer.de

Velo-Diebstahl ist ein grosses Ärgernis! Fast die Hälfte der Teilnehmenden der Velostädte-Umfrage 2013 von Pro Velo war in den letzten Jahren von Velodiebstahl oder Vandalismus betroffen. Allein im Kanton Bern werden jährlich 10'000 Velodiebstähle gemeldet. Gleichzeitig ist die Rückführquote gestohlener Velos klein. Sei es, dass die gestohlenen Velos nicht mehr gefunden werden, sei es, dass gefundene Velos nicht mehr zugeordnet werden können.

Zur Vorbeugung von Diebstahl und zur Erleichterung der Rückführung gestohlener Velos empfiehlt Pro Velo:

  • Velo wenn immer möglich in einem abschliessbaren oder überwachten Raum einstellen (Keller, Garage, Abstellraum, Velostation usw.).
  • Velo nicht nur abschliessen, sondern auch anschliessen.
  • Rahmennummer, Marke und Farbe des Velos notieren.
  • Velos können (z.T. gegen Gebühr) bei privaten Registern eingetragen werden (vgl. Links).
  • Einen eventuellen Diebstahl bei der Polizei anzeigen und der persönlichen Diebstahlversicherung melden.

Versicherung: Fahrräder sind üblicherweise in der Hausratversicherung versichert. Die Versicherungsgesellschaft kann jedoch unter Umständen Fahrraddiebstahl aus der Deckung streichen. Vorsicht bei (schnellen) E-Bikes: Diese fallen möglicherweise aufgrund ihrer Geschwindigkeit aus der Deckung. Es lohnt sich, im Versicherungsvertrag das Kleingedruckte zu prüfen.

Vorstösse im Nationalrat

Jean-François Steiert, SP-Nationalrat und Präsident von Pro Velo Schweiz, hat im Frühling 2011 ein Postulat zum Thema eingereicht. Der Bund wird eingeladen zu prüfen, mit welchen Mitteln die Diebstahlquote gesenkt und die Rückführung aufgefundener Velos verbessert werden kann. Der Bundesrat erklärt sich für nicht zuständig und verweist an die Kompetenz der Kantone.

Vorstoss NR Jean-François Steiert und Antwort des Bundesrates (25.5.2011)

Nationalrätin Ruth Humbel (CVP, AG) hatte im Sommer 2010 eine Interpellation zum Thema eingereicht. Sie wollte vom Bundesrat wissen, inwieweit er bereit ist, Massnahmen zur besseren Aufklärung von Diebstählen und Rückführung gefundener Velos vorzubereiten und umzusetzen. Sie möchte zudem wissen, wie sich der Bundesrat zur Einführung eines zentralen Veloregisters nach niederländischem Muster stellt.

Der Bundesrat ist der Meinung, dass das Problem nicht ein fehlendes Register, sondern die Tatsache sei, dass Velofahrende die Rahmennummer ihres Velos nicht notieren und aufbewahren. Mit dieser Nummer könnten gefundene Velos im Fahndungssystem RIPOL identifiziert und dem Halter zurückgeführt werden.

Vorstoss Ruth Humbel und Antwort des Bundesrates

Fernsehbericht in der Sendung 10vor10 von sf.tv vom 6.9.2010